LINUXakademie / Akademie / LINUXakademie Projekte / Server Based Computing / Rich-Client versus Thin-Client

Rich-Client versus Thin-Client

Artikel Übersicht

  1. Server Based Computing
  2. Rich-Client versus Thin-Client
  3. openThinClient Management GUI

Innovativen Technologien

Wenn es sinnvoll ist, sollte natürlich auch ein KMU (Klein&-Mittel-Unternehmen) „Closed Source“ und „Windows Programme“ lizenzieren und einsetzen. Wenn es gleichwertige, ausreichend leistungsfähige oder immer öfter sogar bessere Lösungen im „Open Source“ Bereich gibt, raten wir unbedingt zur Nutzung der Open Source Lösungen.

Die technische Entwicklung im Open Source Bereich schreitet sehr viel schneller voran als im Closed Source Bereich. Außerdem ist ein Investitionsschutz gegeben, da die Weiterentwicklung von guten Produkten aus Marketinggründen nicht einfach gestoppt werden kann!

Schlüsselkomponenten eines SBC Systems

Oberstes Ziel eines SBC Systems ist es, den Administrationsaufwand der unzähligen Abeitsplätze in oft mehreren Standorten so niedrig wie möglich zu halten. Deshalb scheidet die Variante aus, auf allen PC's Windows 7 und alle Applikationen zu installieren.

Das neue System ist eine Server-Basierte-Computerlösung (Server-Based-Computing), kurz SBC genannt. SBC erlaubt dem Anwender, Applikationen zu nutzen, die nicht auf seinem Endgerät installiert sind. Der größte Vorteil von Thin Clients gegenüber PC Arbeitsstationen ist der einfachere Betrieb. Auf den Thin Clients läuft nur die Software (Terminalserver Client), die für den Zugriff auf zentral betriebene Anwendungen benötigt wird. Dies ermöglicht eine sehr einfache Konfiguration durch ein zentrales Managementsystem. Aufgrund des einfacheren Betriebs sind Thin Clients kostengünstiger als konventionelle PCs. Darüber hinaus ist der Betrieb von Thin Clients oder Rich Clients, bei einem Verzicht auf bewegliche Teile kostengünstiger, langlebiger, stromsparender und anwenderfreundlicher.

Für ein SBC System gibt es zwei technologisch unterschiedliche Lösungen.
1) In der Basisausführung verwendet ein SBC System einfache Thin Clients, die ihr Betriebssystem (Linux oder Windows CE) von der eingebauten Speicherkarte starten.

Auf dieser Speicherkarte sind auch kleine Programme wie Windows RDB-Terminalserver-Client, Linux NX-Terminalserver-Client oder der Firefox Webbrowser vorinstalliert. Leider hat hier jeder Thin Client Hersteller unterschiedliche Systeme und Management-Programme, die miteinander nicht kompatibel sind.

Außerdem sind rechenintensive und grafiklastige Anwendungen für diese Thin Client Lösung schlecht geeignet. Da die meisten Anwendungen für normale PC's programmiert wurden, kann es bei deren Nutzung über reine Thin-Clients zu Problemen kommen. Zukunftssicher ist also nur die Wahl der zweiten SBC Lösung.

2) In seiner Perfektion startet ein SBC System am Schreibtisch des Anwender festplattenlos über die Netzwerkkarte (PXE).

Unter Verwendung der OpenThinClient Management Software lädt der Rich Client in der Startphase vom Server sein schlankes Betriebssytem in seinen Arbeitsspeicher und bekommt vom Server einen Festplattenbereich zur Verfügung gestellt, den er wie eine eigene Festplatte verwenden kann. Praktisch jede vorhandene und neue Hardware ist mit dem Management-Programm dieser OpenThinClient Lösung kompatibel.

Anmelden am Rich-Client Arbeitsplatz

Nachdem sich der Anwender mit seinem Namen und Passwort angemeldet hat, stehen ihm alle Programme zur Verfügung, die ihm der Administrator über die Management Konsole zugeordnet hat.

  • Das sind Programme, die der Anwender am Linux Terminalserver und damit im RAM Speicher und mit dem Prozessor des Servers ausführt. Der User startet über eine Menüleiste (Gnome-Panel) beliebige X-Applikationen (Office-, eMail-, Hilfsprogramme, usw. ) die auf seinem Bildschirm angezeigt werden.

    Technisch gesehen nutzen wir hier die Fähigkeiten des grafischen X-Servers, ein beliebiges Linux-Programm in die zwei Teile, nämlich in die Programmausführung und die Anzeige zu trennen. Die Programmausführung erfolgt auf einem leistungsstarken Server, während die Anzeige zusammen mit der Eingabe über Tastatur oder Maus auf den Terminals erfolgt. Der X-Server ist Basis Technik in jedem Unix System und im LAN viel leistungsfähiger und Resourcen schonender als Terminalclients wie Windows RDP- oder Linux NX.

  • Weiters stehen dem Benutzer - über ein Windows RDP Fenster - alle Windows Programme vom Windows Terminalserver zur Verfügung, die ihm der Administrator zugeordnet hat.
  • Hat der User einen stromsparenden, leistungsfähigen Rich Client oder einen leistungsfähigen PC (auch festplattenlos), kann ihm der Administrator für die Verarbeitung von rechenintensive und grafiklastige Anwendungen im Server Managed Rich-Client auch Anwendungen wie Gimp Grafikbearbeitung, Scribus Publishing oder OpenOffice für große Dateien und viele Grafiken lokal zur Verfügung stellen. Bei dieser Konfiguration werden die rechenintensiven und grafiklastigen Anwendungen im lokalen Arbeitsspeicher und dem lokalen Prozessor des Rich Clients ausgeführt. Dieser Modus unterstützt auch perfekt lokale Soundkarten und lokale Speichermedien wie Memorystick oder CD-ROM sowie lokales 3D und Video.

Am Linuxserver wird außerdem der NX-Serverdienst von Nomachine installiert. Damit können wir mobilen Anwendern über Internet VPN-Leitungen einen sicheren, einfachen und kontrollierten Zugang zu allen Geschäftsinformationen ermöglichen - und das von jedem Ort, zu jeder Zeit, über unzählige Endgeräte und praktisch über jede Netzwerkverbindung.