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Hexerei oder einfach nur gut analysiert?

Artikel Übersicht

  1. Betreuung der IT Infrastruktur
  2. 1996: Windows NT versus Novell Netware
  3. Hexerei oder einfach nur gut analysiert?

Seine bis in die 1990er Jahren bestehende Marktführerschaft bei PC-basierten Netzwerken hat NetWare seit einigen Jahren verloren. Doch warum konnten bereits 1996 einige EDV Berater eine folgerichtige Entscheidung für Windows NT treffen?

Zukünftige Entwicklungen werden sehr gut erkennbar, wenn man mit der Portfolio Analyse ein Unternehmen einschätzt. So sollten die Produkte in den einzelnen Bereichen gleichmäßig vertreten sein. Ein Unternehmen ohne Nachwuchsprodukte hat kaum Chancen auf eine gute Entwicklung im zukünftigen Markt.

Das Beispiel-Portfolio in der unter gezeigten Grafik ist nicht ausgewogenen. Obgleich sich viele Produkte in den liquiditätsbringenden Bereichen befinden, fehlt es an Nachwuchsprodukten. Das Unternehmen wird mittel- bis langfristig Probleme mit seiner Stellung am Markt bekommen. Aus Sicht der Produktpolitik im Marketing empfiehlt es sich in diesem Beispiel, die vorhandenen Angebote im Bereich Poor Dogs (Arme Hunde) entweder rasch zu eliminieren oder so stark neu auf den Markt zu bringen, dass sie mit geeigneter Marktkommunikation für den kommenden Markt vorbereitet werden können.

Die Marketingabteilung wird aber machtlos, wenn die Produktinnovationen fehlen.

Die Vorteile, der auf Innovation basierenden kurzfristigen Monopolstellung, können in einer sich rasch entwickelnden Branche wieder schnell verloren gehen. In den Jahren 1995 bis 2003 konnte Microsoft mit überlegenen Produkten den vormaligen Marktführer Novell leicht überflügeln.

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Fragezeichen: Die Babys (Nachwachsprodukte) sind die Newcomer unter den Produkten. Sie haben ein hohes Wachstumspotenzial, allerdings nur geringe Marktanteile. Jetzt muss selektiert werden in welches Produkt weit über den Umsatz-Cash-Flow investiert wird und welche Produkte aufgegeben werden. Stars: mit hohem Marktanteil und hohem Wachstum. In die Sternchen soll investiert werden, damit sie möglichst lange Stars bleiben. Die Investitionen decken sich bereits aus dem Cash-Flow dieser Produkte.
Dogs: Armen Hunde (Auslaufmodelle). Die Problemprodukte sind am Ende ihres Produktlebenszyklus die armen Hunde des Sortiments. Sie haben ein geringes
Marktwachstum, manchmal sogar einen Marktschwund sowie einen geringen
Marktanteil, daher sollte das Portfolio bereinigt werden.
Cash Cows: Melkkühe haben einen großen Marktanteil, jedoch ein geringes Wachstum. Sie produzieren stabile hohe Cash-Flows und können ohne weitere Investitionen "gemolken" werden. Strategie: Position halten und Erträge abschöpfen.
 
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